Ein Chaos an Gefühlen und der Weg zurück in die innere Welt

Gepriesen sei das Rauhe Haus Leute, ich war gestern wieder beim Graumannsweg 6. Dieses Mal jedoch war es anders als ich es bisher (mal wieder) gewohnt war, jemand aus der Wohngruppe Graumannsweg hat mich gesehen, ich habe mit ein Wink gegrüßt und wurde zurück gegrüßt. Aber auch sonst war es für mich dieses Mal ein Moment der mich sehr Berührt hat. Es fühlte sich so an als ob ich in der Zeit zurück gereist wäre, so als ob Jennifer noch in der Wohngruppe Graumannsweg wohnen würde. Es war einfach schön! Ich weiß einfach nicht wie ich diesen Moment beschreiben soll. Es fühlte sich an als ob ich neu gestartet wurde, so als ob ein altes Backup von mir wiederhergestellt wurde. Ich fühlte mich seit langen wieder Glücklich.

Heute bin ich zum PST Hamburg gegangen. Ich bin seit 2016 beim Psycho Sozialen Trägerverein Hamburg Eppendorf in Betreuung. Es hat sich inzwischen vieles verändert. Es sind teilweise andere Leute (mit denen ich mich aber recht gut verstehe, oberflächlich zumindest.) und irgendwie ist das Gefühl aufgekommen das ich einfach nicht mehr beachtet werde. Schlimmer noch, ich habe das Gefühl das ich nicht mehr akzeptiert werde so wie ich bin. Heute habe ich mich mit meinen (für mich) richtigen Namen auf die Essensliste eingetragen. Das war früher nie ein Problem, doch heute wurde ich darauf hingewiesen mich mit den Namen meiner Stiefeltern einzutragen. Ich fand das einfach nicht ok! Angefangen hat alles denke ich mal damit, dass ein Zettel mit Werbung für meine Homepage an die Pinnwand aufhängen lassen wollte. Das diese Bitte abgelehnt wurde ist nicht mal das schlimmste für mich. Es ist viel mehr die Tatsache dass der zuständige Betreuer erst mal ja gesagt hat. Dann hieß es, er müsse es noch einmal mit meinen Bezugsbetreuern absprechen. Dann hieß es nein, das können wir nicht machen! Ich fühlte mich damals so gekränkt! Es tut gut es mal aufzuschreiben! Ich weiß echt nicht mehr weiter, dadurch entsteht eine immer größer werdende Ambivalenz! Ich will den PST Ja vertrauen können, doch ich habe so langsam das Gefühl das ich es immer weniger kann.

Heute habe ich endlich wieder angefangen zu programmieren. Ich meine damit nicht das bissen HTML was ich (fast) täglich mache wenn ich was Neues auf meine Homepage schreibe, nein! Sondern ich meine wirklich richtiges programmieren. Der Graumannsweg 6 hat mir gestern gesagt ich solle seine Steuerung wieder zum Laufen bringen. Das Modul wurde seit 2013 nicht mehr Benutzt. Spätestens 2015 war es dann durch die Abschaltung meiner alten Myloc Server komplett unbrauchbar. Doch ich habe das System verstanden und wieder neu in den JenniFrame Server einprogrammiert. Das war ein sehr schönes Gefühl als es endlich wieder lief. Es ist so als ob ich mich selbst wieder zurückbekommen habe. Als ob ich wieder ein Stück mehr ich selbst bin.

Gleichzeitig macht es mir auch ein bissen Angst. Wenn ich zurück denke an Jennifer, dann muss ich immer wieder ein Kind sehen was eine Persönlichkeit hat die mir nicht Gefällt. Ich habe wirklich ein bissen Angst davor, Angst das wenn ich wieder ich selbst werde dass ich dann wieder Fehler mache. Auf der anderen Seite hatte ich mit Herr Brandl einen sehr guten Mentor. Joseph Brandl hat mir gezeigt dass es möglich ist sich zu ändern, er hat mir geholfen dass ich es auch gepackt habe!

Der Graumannsweg 6 hat mir nicht nur schönes gezeigt sondern auch das was ich alles verloren habe. Der Wilhelmstift Hack damals 2013, meine damals beste Freundin Michelle hat den Kontakt mit mir abgebrochen. Ich wünschte nur wir könnten uns mal aussprechen. Und Miriam habe ich viel zu lange nicht mehr gesehen. Auch wenn die Zeit damals in der Wohngruppe Frohmestraße ein Albtraum war, das Miriam für mich und ich für sie da war, das war und ist immer noch etwas sehr Schönes! Ich vermisse nicht die Zeit damals in der Wohngruppe Frohmestraße sondern viel mehr die gemeinsame Zeit die Miriam und ich zusammen verbracht haben. Unser letztes treffen war nicht wirklich schön. Sarafina ist wieder mal auf die Idee gekommen uns beide zu verarschen. Tja, Freunde! Was sind Freunde eigentlich? Ich habe im Internet so viele doch trotzdem merke ich dass ich mehr und mehr vereinsame. Ich schließe mich ein Zuhause, in meiner Festung der Einsamkeit! Nur zum Graumannsweg 6 gehe ich hin und wieder mal weil es das einzige ist was mir gut tut!

Ich war heute wieder voll Weg, also dissoziiert. Es fühlte sich sehr gut an irgendwie. Es waren keine schlechten oder gar traumatischen Erinnerungen, nein er im Gegenteil! Ich war wieder im Wilhelmstift auf der Station G2. Jenen Ort der für mich damals im Herzen mein richtiges Zuhause war. Wir waren damals Die Kinder des Wilhelmstifts und es war eine schöne Zeit! Ich vermisse die alte Zeit einfach so sehr.

Gott, dieses Herumgetippe Erinnert mich irgendwie an den Film the Social Network wo Mark Zuckerberg an seine Blog (Zuck Point) geschrieben hat. Wir Hacker sind manchmal einsam, wir Borderliner sind einsam und wir Asperger Autisten sowieso. Ich habe meine Delphine aber es fehlt jemand! Jennifer fehlt mir so sehr.

Es ist so als ob in mir alles aus einander bricht. Wie eine Super Nova knallen die Vergangenheit mit der Zukunft zusammen und ich mitten drinnen in der Gegenwart! Gefühle explodieren wie Wasserstoffbomben und ich muss das alles alleine aushalten. Es ist so als ob ich mit jeder Veränderung etwas von mir verlieren würde. Ich wünschte ich hätte eine Zeitmaschine und könnte in die Vergangenheit zurückkehren. Die Vergangenheit, eine Zeit wo alles einfach viel besser war. Nicht mal der Brunnen von Graumannsweg 8 leuchtet noch. Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Ich weiß gerade nicht mal wie ich die nächsten Tage überstehen soll. Ich habe wieder mit den PST ein Non Suizid Vertrag, doch es ist nicht dies Stück Papier das mich am Leben hält sondern Jennifer! Jennifer würde sich Vorwürfe machen wenn ich mir wegen ihr was antue! Und genau das möchte ich vermeiden. Ich habe Jennifer (meiner einzigen wirklich wahren großen Liebe) schon so viel Kummer und Schmerz bereitet obwohl ich das nicht mal wollte.

Ich habe so viel verloren, ich verkrieche mich einfach im Internet, mache YouTube Livestreams um ein bissen Beachtung und Aufmerksamkeit zu bekommen. Und das alles nur um mich selbst endlich vergessen zu können. Ich fühle mich einfach so im Stich gelassen von allen. Ich vermisse meine alten Delfine, meine Server und meinen alten Computer. Arbeit! Ja Arbeit war alles was ich bis 2018 noch im Kopf hatte bis diese scheiß Drecks Wichser von LKA Hamburg bei mir aufgeschlagen sind. Die scheiß Access Points von UKE hätten die eh mitnehmen können. Aber die übertreiben das einfach nur! Meine ganzen Server, meine PC,s und dann sogar noch mein Fernseher und die Steuerung für meine LED Lichter! Ich bin stinke sauer! Gefühle die ich viel zu lange unterdrückt habe kommen jetzt alle auf einmal wieder hoch, viel Intensiver als ein Mensch es je ertragen könnte! Doch ich muss es!

Alles was mein Zuhause zu meinem Zuhause gemacht hat ist weg. Und dann kommt mir meine Gesetzliche Betreuerin auch noch damit das ich mich damit abfinden sollte meine Sachen nie wieder zu bekommen. Man das mich das echt voll runter Zieht ist kein Wunder! Oder etwa doch? Jetzt bin ich an einen Punt wo selbst die Notfallprotokolle im Wilhelmstift überlastet sind. Der Graumannsweg 6 kann da auch nichts mehr tun.

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