Meine Erfahrungen in der Psychiatrie Wilhelmstift

Das erste Mal bin ich 2002 in die Kinder Jugend Psychiatrie der Wilhelmstift Klinik gekommen. Damals habe ich noch in der alten Wohnung in Bergedorf Lohbrügge gewohnt. Das Wilhelmstift war damals mein Sektor Krankenhaus. Ich fühlte mich im Wilhelmstift an sich gleich wohl. Doch das Zeltlager fand ich dann wiederum nicht so schön. Ja, die Stationen G3 und G4 fahren einmal im Jahr in ein Zeltlager im Schleswig Holstein.

Eines vorweg, schon damals im Jahr 2002 nach meiner Entlassung wollte ich gleich als ich wieder Zuhause angekommen war am liebsten wieder zurück ins Wilhelmstift. Und auch bei meinen 2.ten Aufenthalt im Jahr 2010 wollte ich am liebsten für immer in Wilhelmstift leben. Schon seit 2002 war das Wilhelmstift für die Funktionalität meiner inneren Welt von entscheidender Bedeutung. Im Wilhelmstift fühlte ich mich immer sehr behütet, das Gefühl was ich zuhause nie hatte auch wenn meine Erzeuger sicherlich was anderes behaupten würden, würde sie jemand danach fragen!

Das Wilhelmstift selbst ist sehr einladend und gemütlich. Zumindest ist es für mich damals immer so gewesen. Das Haus-G was die KJP Wilhelmstift beherbergt sieht nicht nur von außen sondern auch von innen sehr schön aus. Wenn man ins Foyer reinkommt bekommt man schon ein Gefühl von Zuhause sein. Rein objektiv gesehen weiß ich natürlich das es eine Klinik ist aber trotzdem fühle ich mich dort immer noch sehr wohl. Das Wilhelmstift ist für mich heiliger als das Rauhe Haus. Bisher habe ich um das Wilhelmstift und meine Zeit dort in der Öffentlichkeit immer ein großes Geheimnis gemacht. Doch ich denke dass es mir jetzt auch gut tun würde das alles aufzuschreiben um es besser verarbeiten zu können.

Kinder Jugend Psychiatrie Wilhelmstift Foyer Eingang

Mein erstes Mal (2002) im Wilhelmstift

Im Jahr 2002 meinten meine Erzeuger das erste Mal schon das es mir nicht gut gehen würde. Die Schulpsychologin meinte dann ich solle in die Kinder Jugend Psychiatrie. Und da wie oben schon erwähnt das Kinderkrankenhaus Wilhelmstift war, wurde ich in die KJP Wilhelmstift gebracht. Das Wilhelmstift war für mich schon damals ein toller Ort. Ich kann mich noch gut an mein Zimmernachtbern erinnern. Auch wenn er mich mal in dem Arm gebissen hatte haben wir uns gut verstanden. Wir waren halt noch Kinder. Und im Wilhelmstift war die Zeit damals irgendwie trotz aller Ernsthaftigkeit so schön unbeschwert.

Ich hatte schon damals im Wilhelmstift auf meiner ah so hochgeliebten Station G3 eine feste Struktur in meinen Tag. Wenn wir Freizeit hatten spielten wir im Volleyball Feld was wir einfach kurz und knapp zu unseren Sandkasten umfunktioniert hatten oder ich chillte auf der Netzschaukel. Es waren auf jeden Fall die aller schönsten Erinnerungen an meine Kindheit die ich je hatte und haben werde. Ich fahre sogar heute noch (wenn auch inzwischen leider wieder sehr selten) zum Wilhelmstift einfach um in meinen Erinnerungen an die schöne Vergangenheit zu leben.

Mein weg 2010 zurück in die Psychiatrie Wilhelmstift

Ich war von 2002 bis 2010 in der Raphael Schule in Hamburg Ninstedten wo wir ja wegen der Schule auch hingezogen sind. Ich hatte damals seid der 6.ten Klasse einen einzigen Freund. Und 2010 schließlich hat er mich wegen meines besonderen Talents für Computer und Informatik einfach ausgenutzt um die Alarmanlage beim Nachtbern (SC Ninstedten) zu hacken. Er ist dann rein und hat Computer auseinander genommen und die Hardware geklaut. Seinen Anteil hat er behalten während ich meinem Anteil wieder zurückgeben musste. Er wurde vorgeladen zum Direktor und hat dort nicht nur ausgepackt sondern gleich alles auf mich geschoben. Er schwieg seinen Teil bei der ganzen Geschichte. Ich wurde dann von der Raphael Schule entlassen und dann taten meine Erzeuger zum genau zweiten Mal in ihren Leben das richtige getan. Ich wurde in der Tagesklinik der Psychiatrie Wilhelmstift angemeldet und wenige Tage später wurde ich aufgenommen. Die Krankenkasse hatte wegen der Entfernung ein Transportdienst beauftragt. So holte mich das Auto jeden Tag morgens früh ab und brachte mich abends wieder nachhause nach Ninstedten. Ich hasste Ninstedten schon damals sehr.

Die Tagesklinik der Kinder Jugend Psychiatrie Wilhelmstift

Die Tagesklinik der Kinder Jugend Psychiatrie Wilhelmstift war in einen Nebengebäude unterbracht was den doch leicht verwirrenden Namen G3 trug. In der Tagesklinik hatten wir auch unsere Arztgespräche beim dem jeweils für uns zuständigen Therapeuten. Am besten hat mir die Ergotherapie gefallen. Dafür sind wir dann ins Haus G2 gegangen und konnten dort Basteln und Malen oder uns anderweitig Handwerklich beschäftigen. Das Wilhelmstift hat aber neben den normalen Ergotherapie-Raum auch eine Tischlerei und eine Metallwerkstat.

Wenn wir nichts zu tun hatten, dann saßen wir in unseren Gruppenraum. Wem es alles zu viel wurde, der konnte sich in einen wunderschön eingerichteten Ruheraum zurückziehen, bissen Musik auf der Anlage hören (das Wilhelmstift hatte dort paar CD, s rumliegen. MP3 Player an der Anlage waren erlaubt aber Handys verschwanden sofort im Wert Fach und waren während der Tagesklinik streng verboten. Aber das ist ja auch gut so wie es ist!

Der Freitag – Ein besonderer Tag

Freitags hatten wir am Ende des Tages in der Tagesklinik die Wahl zwischen einen Spaziergang und der Sport-AG. In der Sport-AG trafen sich dann alle Stationen der Kinder Jugend Psychiatrie Wilhelmstift um gemeinsamen Sport zu treiben. Aber anders als beim Sportunterricht konnten wir uns aussuchen was wir machen wollten oder einfach auf der Bank rumchillen. Einige haben Ball gespielt andere haben nur gechillt oder auf Sportgeräten rumgeturnt. Das spazieren gehen war aber an manchen Tagen auch immer schön. Was unsere Gruppe gemacht hat wurde in einen Demokratischen verfahren gewählt durch eine Abstimmung. In der Tagesklinik gab es aber auch besondere Momente wo wir zum Beispiel Nitendo Wii gespielt haben.

Die Ausflüge

An einigen Freitagen sind wir auf Ausflüge gefahren. So waren wir im Schwimmbad oder auch mal auf der Eislaufbahn im Farmsen. So hat man auch mal die Chance was zu erleben und paar schöne Erinnerungen zu sammeln die besonders Kindern und Jugendlichen aus schwächeren Schichten unserer Gesellschaft sonst verwehrt bleiben. So half uns das Wilhelmstift auch wenigstens ein bissen an der Gesellschaft teilnehmen zu können. So sind wir eines schönen Freitags zur Bücherhalle in Hamburg Rahlstedt gefahren. Es waren auf jeden Fall sehr schöne Zeiten damals.

Der Zusammenbruch

In einer schönen Nacht wurde mir alles einfach nur viel zu viel. Ich hatte Flashbacks und Albträume. Ich habe mich nachts aus meinen Zimmer in die Küche geschlichen und habe einfach eine Pulle Schnaps von meinen Erzeuger geklaut und ein Großteil davon einfach weggext mit der klaren Absicht an der Überdosis des Alkohols zu sterben. Ich bin dann besoffen wieder in mein Hochbett geklettert und habe mir die Kopfhörer aufgesetzt und einfach Musik gehört. Ich weiß nicht mehr was dann passiert ist. Ich bin in Altonaer Kinderkrankenhaus wieder aufgewacht und meine Erzeuger saßen neben mir und haben mir gesagt was passiert ist.

Willkommen auf der Station G2

Kinder Jugend Psychiatrie Wilhelmstift Station G2 Wohnzimmer

Am nächsten Tag bin ich dann wieder in die Tagesklinik der Kinderjugend Psychiatrie Wilhelmstift zurückgekommen. Meine Therapeutin wollte am Nachmittag mit mir reden und hat mich zu sich in ihr Büro gerufen. Dann sagte sie zu mir „Du kommst auf die Station G2“. Ich war innerlich sehr glücklich und dann habe ich nur noch gesagt dass ich eine Volkszählung bei meinen Delphinen durchführen müsse. Ihre Antwort: „Du kommst heute nicht Nachhause!“. Und so kam es dann auch. Als die anderen nachhause fuhren oder abgeholt wurde, da wurde ich auf die Station G2 ins Haus-G gebracht. Viele Mitpatienten und Mitpatientinnen kannte ich ja schon vorher aus der Sport AG.

Ich habe mich sehr schnell auf der Station eingelebt. Schon am selben Abend haben meine Erzeuger mir meine Delphine vorbei gebracht. Diese 8 Delphine und Wale heißen heute die Delphine des Wilhelmstifts. Ich fühlte mich auf der Station zuhause und habe auch schnell neue Freunde gefunden die mich bis heute nie Ausgenutzt haben, auch wenn wir auch mal paar (teilweise auch schwerwiegenden) Konflikte hatten. Das Wilhelmstift ist für mich immer so etwas wie die Familie die ich nie hatte.

Kinder und Jugend Psychiatrie Flur Station G2

Das Wilhelmstift hat sich immer gut um seine Kinder gekümmert. So gab es immer frisches Obst für den kleinen Hunger zwischendurch. Andere Kliniken hatten das bisher nie. Daran merkt man auch wirklich das das Wilhelmstift mehr wie ein zuhause als wie eine Klinik ist. Wenn es mir schlecht ging konnte ich mich immer bei den Betreuern im Stationsbüro wenden und sie hatten immer ein offenes Ohr für mich. Zuhause hatten meine Erzeuger so gut wie nie Zeit für mich. Deswegen war das im Wilhelmstift für mich auch eine ganz neue aber gleichzeitig auch sehr positive Erfahrung. Ich war im Wilhelmstift nie allein wenn ich es nicht sein wollte!

Während zuhause nur Ernsthaftigkeit herrschte konnte ich im Wilhelmstift auf meiner Station der G2 sowohl mit den Betreuern als auch mit den anderen Kindern zusammen spielen und lachen. Das Leben halt nicht mehr immer nur so ernst nehmen. Und ihr könnt mir glauben, es ist schön auch solche tollen Erlebnisse in seiner Kindheit und Jugend gehabt zu haben!

Aktivitäten und Highlights im Wilhelmstift

Das Leben im Wilhelmstift besteht nicht nur aus langweiligen Therapie Sitzungen wie man es vielleicht denken mag. Das Wilhelmstift bietet seinen Kindern verschiedene Aktivitäten an so dass die Zeit die man während seiner Therapie im Wilhelmstift verbringt auch nicht langweilig wird.

Koch AG

Jeden Freitag kochen die Stationen G1 und G3 zusammen und essen an einen großen Tisch. Die Tische werden dabei im Flur aufgebaut so dass die Kinder von beiden Stationen (G1 und G2) zusammen sitzen und essen können. Für mich war es damals das große Highlight der Woche. Ansonsten kann man sich auf zwischen den Stationen G1 und G2 besuchen kommen.

Das Wilhelmstift hat drei große Gemeinschaftsküchen die sehr gut ausgestattet sind, so macht das kochen dann auch sehr viel Spaß, und vor allem Dingen hat jeder selbst auch schön viel Platz zum Arbeiten, und kann seine Aufgaben sehr schön Erledigen. Das Highlight der Küche ist die Kochinsel auf der der Herd untergebracht ist.

Die Band

Die Kinder und Jugend Psychiatrie von Wilhelmstift hat eine kleine Band, die Musik Gruppe oder auch Band AG genannt. Dort können die Kinder des Wilhelmstifts singen und Instrumente spielen und lernen so auch gemeinsam was Schönes zu erreichen. Und das ist was wunderschönes etwas zusammen zu erreichen in einer Welt wo jeder nur noch sich selbst der nächste ist. Solche gemeinsamen Erfolgserlebnisse fördern die Freundschaften zwischen uns Wilhelmstift Kindern, wo jeder von uns mit seinen eigenen Problemen zu kämpfen hat, ist es sehr schön das man durch die Band AG lernt sich gegenseitig halt zu geben.

Das Naschfach

Auf der Station selbst soll man die Süßigkeiten eigentlich abgeben. Wenn man das tut kommen sie in dein persönliches Naschfach. Und wenn dann die Ausgabe ist und der Betreuer den Schrank mit den Fächern aufschließt ist das auch wieder eine schöne Kleinigkeit über die man sich freuen kann.

Die Klinik Schule

Die Therapie in Wilhelmstift bedeutet leider nicht dass man Ferien also Schulfrei hat. Das Kinderkrankenhaus Wilhelmstift hat eine eigene Klinik Schule von Haus und Krankenhaus Unterricht. Doch die gute Nachricht ist, die Leerer in der Klinik Schule Wilhelmstift sind gar nicht Streng so wie in anderen Schulen. Jeder wird Individuell dort gefördert wo er Hilfe braucht. Das war für mich damals auch eine ganz neue und sehr schöne Erfahrung, dass Schule auch Spaß machen kann. Die Lehrer nehmen sich im Wilhelmstift wirklich Zeit und erklären alles auch sehr gut, so dass man es auch verstehen kann. So macht lernen dann wieder auch schon richtig Spaß. Und im Wilhelmstift geht die Schule auch nur eine Stunde. Also nicht den ganzen Tag Schulbank drücken, und es gibt keine Hausaufgaben. Wobei um ehrlich zu sein weiß ich nicht ob sich das mit den Hausaufgaben inzwischen geändert hat, früher (2010) als ich noch im Wilhelmstift war, da gab es zumindest noch keine.

Schüler machen Zeitung

Ein großes Highlight der Klinik Schule war das Projekt Schüler machen Zeitung wo man wirklich aktiv die Welt hinter der Zeitung kennen lernen durfte. Wir haben in der Klinik Schule eigene Artikel geschrieben (was mir übrigens immer noch so gut gefallen hat das ich es auf meiner Homepage hier immer noch weiter führe, wie hier jetzt mit dem Wilhelmstift. Viele Schulen machen dabei mit und ich bin froh das der Haus und Krankenhaus Unterricht im Wilhelmstift auch mit dabei ist!

Der Ausflug

Wir sind halt wie gewohnt morgens zur Klinik Schule Wilhelmstift gegangen. Und dann fuhren wir mit unseren Lehrern erst mit dem Bus zum Bahnhof Rahlstedt und dann weiter nach Ahrensburg mit der Regionalbahn. Und dann wieder mit einen Bus zur Druckerei.

Ein Teil von Schüler machen Zeitung war auch ein Ausflug in die Druckerei von Axel Springer, dort werden die Zeitungen wie Hamburger Abendblatt und die Bild Zeitung gedruckt. Es ist sehr schön interessant einfach mal zu sehen wie es im Hintergrund so aussieht. Für mich als Technik affinen Typ war es natürlich auch sehr spannend wie die großen Druckerpressen aussahen. So konnte ich auch viele Fragen stellen. Ich meine da wird eine Druckplatte 3-mal Angefertigt. Einmal für Cyan, Dann für Gelb und dann noch mal für Türkis. Dann kommen die Platten aus der Belichter Maschine auf die Walzen der großen Druckerpresse. Alleine so eine Druckerpresse kostet schon 25 Millionen Euro was auch schon sehr beindruckend ist.

Nach dem Ausflug sind wir dann mit vielen neuen Eindrücken und um einige Erfahrungen reicher wieder auf demselben Weg zurück in unser vorübergehendes Zuhause, die Wilhelmstift Klinik gefahren. Das war auf jeden Fall eine sehr schöne Erinnerung die ich mir auf jeden Fall noch für den Rest meines Lebens gut bewahren werde.

Die Druckplatte

Was ich wiederum von Axel Springer sehr nett fand war das sie uns dem Wilhelmstift eine ihrer fertigen Druckplatten geschenkt haben. Ich weiß nicht ob es immer noch so ist, aber damals hing die Druckplatte in der Klinik Schule von Wilhelmstift im Flur. Auf jeden Fall war es eine sehr schöne Geste von der Druckerei der Klinik Schule Wilhelmstift die Druckplatte zu schenken.

Wohnen in der Kinder und Jugend Psychiatrie Wilhelmstift

Auch wenn das Wilhelmstift ein Krankenhaus ist, so ist es doch sehr wohnlich in der Kinder und Jugend Psychiatrie Wilhelmstift. Es erinnert er an eine Betreute Wohngruppe als an eine Psychiatrische Klinik. Alles ist schön warm und gemütlich eingerichtet so dass man sich dort wie zuhause fühlen kann. Das macht die Therapie zu einer relativ entspannten Sache. Doch bei aller Liebe zum Wilhelmstift sollte man auch bedenken dass die Therapie kein Zuckerschlecken ist. Immerhin setzt man sich da mit seinen Problemen und noch viel mehr mit sich selbst auseinander was auch innerlich sehr wehtun und traurig machen kann.

Das Esszimmer der Station G2

Esszimmer G2 Kuh an der Wand

Das Esszimmer der Station G2 ist sehr gemütlich und häuslich eingerichtet. Neben denn Schrank in dem spiele und eine Stereoanlage zu finden sind steht im Raum der große Tisch mit den vielen Stühlen rum. Das große Highlight ist die Kuh an der Wand. Sie schaute uns damals immer beim Essen zu, was sie heute auch noch tut. Oben an der Decke hängt ein Beamter und wartet auf gemütliche Filmabende. Doch dann wenn die Leinwand runtergelassen wird, ist die Kuh etwas verdeckt und kann leider nicht mit gucken.

Die Station G3

Wilhelmstift Psychiatrie Station G3 Flur

Die Station G3 war die erste Station im Wilhelmstift auf der ich 2002 gewohnt habe. Wie auch auf der Station G2 sind die Schränke im Flur untergebracht. Die Schrank Reihen sind eigentlich durchgängig, sie werden nur durch die Zimmer unterbrochen. Das erste Zimmer Links ist wenn man auf die Station kommt ist das Büro der Betreuer, dann links genau gegenüber das Wohnzimmer und eine Tür weiter Links kommt das Station Badezimmer was sich in Jungen und Mädchenklo aufteilt und dann ab Ende des abzweigenden Mini Flurs das große Badezimmer. Es hat anders als die Station G2 eine Badewanne. Dann folgen halt nur noch die Patientenzimmer. Diese sind wie auf der G2 natürlich schön gemütlich. Die Stationen G3 und G4 die sich im hinteren Teil von Haus G befinden sind alle beide etwas kleiner als die großen Zwillingsstationen G1 und G2 vorne. Die größte Station G5 teilt sich den dritten Stock mit dem Dachboden.

Unsere Freizeit

Wenn wir nichts zu tun hatten haben wir im Wohnzimmer der Station G2 spiele gespielt, auf den Sofa gechillt. Wir, Die Kinder des Wilhelmstifts spielten gerne Uno oder Phase10. Abends durften wir dann fernsehen. Wer Lust und Konzentration hatte konnte sich an einen der beiden Puzzle Tische am Ende des Flures setzen und bissen puzzeln. Wem es zu viel wurde, der konnte sich natürlich auch immer auf sein Zimmer zurückziehen. Das Wilhelmstift hat die Mittagsruhe, das ist dann die einzige Zeit des Tages die man dann wirklich auf seinem Zimmer verbringen muss. Außer natürlich die Nacht.

Die Zimmer auf der Station G2

Mein Zimmer im Wilhelmstift, das Zimmer G103

Die Station G2 hat zwei Mutter Kind Zimmer, die eigentlich Doppelzimmer sind, aber ein eigenes Badezimmer haben. Und dann gibt’s zwei große dreier Zimmer. Diese haben die tollen Nummern G103 und G104. (Das nur mal so neben bei gesagt, weil meine Erinnerungen gerade viel zu Intensiv getriggert sind.)

Die Zimmer haben alle ein Schreibtisch und ein Bett. Die Schränke sind wiederum draußen im Flur der G2. Bei der Aufnahme (von mir liebevoll Einzug genannt) bekommt man seinen persönlichen Schrankschlüssel so das auch niemand anders an deine Sachen rann kann. Ich hatte meistens ein eines der Beiden Einzelzimmer aber auch zwischenzeitlich eines der Mutter Kind Zimmer was ich mit einem Mitpatienten zusammen bewohnt habe.

Mein altes Bett im Wilhelmstift

Schlafen konnte ich im Wilhelmstift übrigens immer sehr gut. Die Betten sind dort schön Gemütlich wenn auch Funktional. Und wenn man Lesen möchte hat man neben den Bett auch immer in fast jeden Zimmer ein kleines Nachtlicht an der Wand was man ein und ausschalten kann wie man möchte. Weiter Luxus in den Zimmern ist das wir für jedes Zimmer ein Rollo draußen hatten. Der Schalter ist neben der Tür im jeden Zimmer an der Wand. Also wenn es wieder Hochsommer Temperaturen gab konnte man für genug Schatten im Zimmer sorgen. So kann man in der Mittagsruhe auch immer gut eine Runde schlafen egal wie Sonnig und Hell es draußen ist.

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