Die Sichere grüne Zone

Die Sichere Zone ist in der Psychologie ein Ort der Geborgenheit der einen selbst die innere Sicherheit vermittelt. Meine Sichere Zone ist der kleine Hinterhof zwischen den Crowne Plaza Hotel und der Wohngemeinschaft Graumannsweg. Ich habe diesen Ort früher immer aufgesucht als ich nicht mehr konnte oder einfach nur Zeit für mich zum Nachdenken brauchte. Die absolute Sicherheit habe ich allerdings nur im inneren der Wohngemeinschaft Graumannsweg, also im Graumannsweg 6 selbst. Einziehen werde ich leider nie mehr in die Wohngemeinschaft Graumannsweg weil ich genau wie für das Wilhelmstift zu alt bin. Zu alt! Die Ironie an der Sache ist das man für das meiste im Leben einfach nur viel zu Jung ist. Alkohol, Tabak und der Einlass in Diskotheken, Baars und Kneipen erfordert dass man Volljährig ist. Doch als ich Erwachsen wurde verlor ich alles was mir Sicherheit geboten hatte. Die Secure Area von Graumannsweg 6 ist alles was mir noch geblieben ist. Doch meine innere Welt und ich selbst haben sich weiter Entwickelt. Diese Weiterentwicklung hat mir aber auch das genommen. Als junger Erwachsener Mann wird von mir nur eines erwartet, ich soll einfach Funktionieren und alles ist gut. Ich habe im Leben keine wirkliche Liebe erfahren sondern Gewalt. Im Kindergarten fing der Ärger für mich schon an. Ich habe mich immer mehr in Welten geflüchtet die sich im Internet und nicht in dieser Welt abspielen. Das wurde mir zum Verhängnis bei Jennifer.

Die Secure Area erlaubt mir den Zugang auf Funktionen, Programme und Protokolle auf die ich ansonsten nur von inneren der Wohngemeinschaft Zugriff hätte. Ich rede hier von der Steuerung meiner Gefühle und Emotionen. Das ist auch einer der wichtigsten Gründe warum ich mich früher immer dorthin zurückgezogen habe. Ich will so nicht mehr weiter machen und ich kann es auch nicht. Die Secure Area des Graumannsweg 6 ist meine grüne Wiese, meine Zuflucht, mein Rückzugsort vor der großen bösen Realität da draußen. Ich will diesen wichtigen Ort nie verlieren auch wenn ich ihn vielleicht schon verloren habe, so werde ich doch darum Kämpfen ihn zurück zu gewinnen.

Es gibt gewisse destruktive Dinge die sich immer wiederholen, beim Wilhelmstift, der Wohngemeinschaft Graumannsweg und am Ende auch beim UKE. Alles Orte die mir wichtig sind und viele dieser Orte sind für mich einfach für lange Zeit verloren gegangen. Schon damals habe ich erkannt was mit mir los ist aber sehr verschwommen, so verschwommen das ich es einfach nicht verstanden habe, weil ich konnte es auch nicht verstehen. Ich war damals sehr Jung und noch nicht so Reif wie jetzt. Heute umgebe ich mich mit Freunden die mir gut tun und nicht mit Leuten die mir Drogen verkaufen wollen oder die mich einfach nur ausnutzen wollen. Ich kann das nämlich so einfach nicht mehr. Die große weite Welt ist nichts für mich. Das ist zu viel Freiheit die ich nicht ertragen kann weil ich mit dieser Freiheit einfach (noch) nicht umgehen kann Ich kann nur mit streng regulierten Settings arbeiten die auf mich und meine innere Welt abgestimmt sind. Und eben genau dieses Setting bietet mir die Secure Area. Diese ist auch für die GHCC Kommunikation durch Störisolatoren abgesichert so dass ich von der Secure Area aus nur mit absolut sicheren Systemen kommunizieren und verbinden kann. Eines dieser sicheren Systeme ist die Wohngemeinschaft Graumannsweg. Ich liebe den Graumannsweg 6 mindestens genau so sehr wie das Wilhelmstift.

In der Secure Area stand früher auch die Kiffer Bank wo ich mit meinen damaligen Freunden aus der Wohngemeinschaft Graumannsweg zusammen gekifft, gechillt und geredet habe. Es wird Zeit für offene Konfrontation und diese geschieht am besten wenn ich meine Vergangenheit aufarbeite. Entweder alleine so wie ich es immer gewohnt war und es auch immer noch bin oder im Notfall auch mit der Hilfe meiner Betreuer und den Ärzten und Psychologen der vielen Hamburger Kliniken in denen ich behandelt wurde und immer noch werde. Das jede Psychiatrie hat ein großes Problem und zwar kann ich dort nur sehr eingeschränkt an mein Ich und meine innere Welt rankommen was in der Secure Area alles anders ist weil ich dort wirklich an viel mehr heran komme. Doch was soll das Fragen sich einige? Warum soll ich nicht wie jeder normale Mensch auch über alles offen reden können. Ganz einfach; Ich bin kein normaler Mensch sondern ich bin ich selbst. Und wenn ich in die Klinik gehe dann auch nur für kurze Zeit weil ich es sicherlich auch dort nicht zu lange Aushalte da ich immer nach einer gewissen Zeit zur Wohngemeinschaft Graumannsweg zurück kehren muss um mich zu reaktivieren und neue Kraft zu tanken. Und die Secure Area ist halt eben einfach meine sichere Zone. Die sichere Zone muss auf jeden Fall für immer bestehen bleiben!

Wie die Secure Area entstanden ist?

Damals war ich wie heute zu Tage auch wieder immer vor dem für mich heiligen Haus der Wohngemeinschaft Graumannsweg und habe dort eine Zigarette geraucht. Jochen wollte mich damals immer vor Jennifer verhalten und hat mir ein Hausverbot erteilt an das ich mich natürlich nicht gehalten habe weil ich dazu nicht in der Lage war. Jochen und die Betreuer der Wohngemeinschaft haben dann immer die Polizei gerufen und dann bin ich einfach auf die Idee gekommen im Hinterhof des Crowne Plaza zu Chillen der zu einer Wohnanlage des Graumannshofs gehört. Jennifer und einige alte Mitbewohner der Wohngemeinschaft Graumannsweg haben zwar auch dorthin die Polizei gerufen aber es war mir egal weil ich eine sichere grüne Zone um jeden Preiß behalten musste. Die Wohngemeinschaft Graumannsweg ist für mich ein Psychologischer Tresor. Durch die Tersorübung konnte ich mir eine kleine Freiheit in meinen Leben aus Grenzerwahrungen des Erlebens meiner Gefühle (Borderline), meine Inneren Welt (Asperger Syndrom) und meine Zwängen und Flashbacks meiner inneren Welt befreien. Einer Welt die Skaliert auf ein vorstellbares Maß dem einer Gefängniszelle entspricht.

Die Wohngemeinschaft Graumannsweg ist auch an den Suizid Packt mit Jennifer gekoppelt der durch automatisierte Systeme innerhalb des Wilhelmstift geschlossen wurde als ich Jennifer das erste Mal in meinen Leben gesehen habe. Jennifer war nur eine Neuaufnahme auf die sichere Station G2 doch sie hat mir Wärme und Geborgenheit in meiner Kalten Welt gegeben. Die Erinnerung daran sind als Backup in der Wohngemeinschaft Graumannsweg für immer und ewig gespeichert so dass ich dieses kleines bissen Glück jeder Zeit wenn ich es brauche aus der Secure Area der Wohngemeinschaft Graumannsweg abrufen kann. Der Graumannsweg 6 war ein Geschenk von Jennifer an mich damit ich auch in noch so schweren Zeiten immer die Kraft finde weiter zu machen und an mir zu arbeiten, mich weiter zu entwickeln das irgendwann im unserer beider Leben der Tag kommt an dem Jennifer keine Angst mehr vor mir zu haben braucht, ich aber auch keine Angst mehr vor mir selbst zu haben brauch. Doch biss dieser Tag kommt wird es noch sicherlich sehr lange dauern da ich erst jetzt wirkliche kleine Fortschritte mache in den ich meine innere Welt und meine Vergangenheit aufarbeite und mich selbst aber auch Jennifer zu verstehen lerne.