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Die Neue Schule...

...der Anfang eines neuen Lebens Abschnittes!

Ich bin erst seit (ich glaube) einer Woche in meiner neuen Schule, aber ich fühle mich sehr wohl. Der Lehrer ist sehr nett, und die Mitschüler sind auch alle sehr nett. Da sich die meisten mit Computern auskennen kann ich auch mit anderen über dieses Thema Reden. Zuhause wird die Lage Aktuell (für mich) immer Schlimmer und Schlimmer. Ich komme ganz alleine mit der S-Bahn und den Bus zur Schule. Da es sehr weit ist bin ich sehr stolz darauf dass ich es schaffe Alleine hinzufahren. Die Schule ist für mich Selber auch ein Wichtiger Punkt, den ich habe über mehrere Monate hinweg den Unterrichtsstoff Verpasst, doch an meiner neuen Schule kann ich mich endlich wieder voll und ganz aufs Lernen Konzentrieren. Die Klasse in die ich gehe ist ein Spezial Project für Asperger Autisten. Ich weiß es zu schätzen dass ich dort aufgenommen wurde. An dieser Stelle noch einen besonderen Dank an die Schulbehörde und an meinen Sachbearbeiter in Jugendamt für die Tolle Unterstützung und dass ich jetzt dort bin wo ich bin! Ich kann allen nur Sagen wie gut es mir hier an der Schule geht. Da mir zuhause fast schon die Decke auf den Kopf Fällt bin ich sehr froh dass ich jetzt zur Schule gehen kann. Am ersten Tag habe ich alle kennen gelernt, und habe mich auch sehr gut Verstanden. Ich habe am ersten Tag einen eigentlich doch schon etwas schweren Englisch Text angefangen zu übersetzen. Da die Schule so gefühlte 2 Stunden lang dauert bin ich Natürlich nicht an ersten Tag fertig geworden. Ich habe gleich am ersten Tag auch meinen neuen Schulbegleiter kennen gelernt. Wir haben uns gleich auf Anhieb gut Verstanden. Mich hat es am Anfang nur ein wenig Gestört dass ehr sich nicht mit den Computern Auskannte, aber ich habe es einfach Verschwiegen und mich auch gleich angepasst. Also war es nie wirklich ein sehr großes Problem! Zuhause mache ich mir aber dennoch wen ich so im meinen Zimmer alleine bin große Gedanken über die Raphaelschulle, wärend ich auf der anderen Seite auch Versuche damit abzuschließen. Doch es gibt hier einfach viel zu viel was mich daran erinnert, dass Stellt für mich auch ein großes Problem dar. Wen ich alleine bin fühle ich mich irgendwie ganz Depressiv. Doch wen ich in Gesellschaft bin und alles ok ist, dann bin ich wieder ganz glücklich. Zumindest tue ich nur so; so gut wie ich es kann! Am Zweiten Schultag habe ich mich mit meinen Schulbegleiter mit der Mathematik beschäftigt. Also um etwas genauer zu werden mit Algebra. Für mich war das eine sehr große Freude endlich mal wieder zu rechnen, doch leider konnte ich es irgendwie nicht so Ausdrücken wie ich es gerne wollte! Was mich innerlich auch ganz Wütend macht, doch dann erinnere ich mich an meine Delphine und an meine guten Vorsätze, und so kann ich mich immer wieder unter Kontrolle halten!

Der Weg zur Schule

Zu meiner alten Schule konnte ich einfach Zufluss hin gehen oder auch mit den Farad. Ein Schulwechsel ist immer der aufregende Beginn eines neuen Lebensabschnittes und endlich war es auch für mich Zeit diesen Weg zu gehen. Vor allem dingen diesen Weg alleine zu gehen. Meine Stief Mutter hat mit mir den Weg von der Zielbushaltestelle zur Schule geübt. Und auch hat sie mir aufgetragen welche Bus und Bahn Linien ich nehmen soll. Meine Stief Mutter hatte Angst dass ich mich in großen Netz des HVV verirren würde. Die erste Zeit bin ich dann auch so gefahren wie mir aufgetragen wurde. Ich hatte ein Schwerbehindertenausweiß mit einer Wertmarke. Dies erlaubte mir die kostenfreie Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel in Hamburg. Irgendwann bin ich von Altona mit der Buslinie 20 nach Rübenkamp gefahren, von dort aus umgestiegen und zur Schule gefahren. Manchmal auch mit der Buslinie 8 zum Wandsbek Markt und von dort mit der U1 in die Innenstadt und bin dann dort einfach am Hauptbahnhof umgestiegen. Auch wenn ich alleine einmal von Zuhause nach Altona gefahren bin um mir in der Conrad Elektronik Filiale Computerbauteile zu kaufen war das doch eine Nummer größer. Irgendwann bin ich auch einfach von Rübenkamp nach Rahlstedt gefahren, dort mit der Buslinie 262 oder 162 zum Wilhelmstift einfach nur um Dort zu chillen. Weder meine Stiefeltern noch sonst welche Leute die mich stressten sind dort ohne guten Grund hingefahren also warum nicht einfach dort zum Chillen hinfahren. Ich hatte dort meine Ruhe, meine Sichere (Grüne) Zone! Eine Quelle wo ich nach der Schule frische Kraft tanken konnte und mich einfach entspannen. Also meine Stiefeltern sehr überrascht waren von der Tatsache das ich ohne mich zu verfahren einfach kreuz und quer durch Hamburg mein Weg finden konnte, so hatte ich endlich meine Freiräume. So durfte ich dann endlich auch meine Freunde aus dem Wilhelmstift besuchen gehen. Das war der erste Lebensabschnitt wo ich mich wirklich frei gefühlt habe.

Wenn ich daran zurück denke, dann denke ich immer an meine Zeit in Wilhelmstift. Ich habe immer viel Spaß gehabt in der Klinikschule von Wilhelmstift. Als ich gehört habe das, dass Asperger Autismus Förderprogramm auch von Haus und Krankenhaus Unterricht der Hansestad Hamburg betrieben wird war der Vertrauensbonus auf jeden Fall schon mal da. Ich habe mich richtig auf die Schule gefreut. Ich konnte es wirklich kaum abwarten.

Der erste Schultag an meiner neuen Schule

Als es dann doch endlich los ging war ich verständlicher Weise sehr aufgeregt. Als ich dort angekommen bin war meine aller erste Feststellung gleich dass es überraschend Asperger und Autisten freundlich war. Die Klasse war recht klein und ich hatte wie einige andere meiner Klassenkameraden auch einen Schulbegleiter. Und auch der Klassenlehrer war sehr nett. Ich habe richtig gemerkt dass das die Leute die dort arbeiten auf jeden Fall was von Autismus und den individuellen Bedürfnissen von Aspergern verstehen. Also wenn es nach mir Ginge sollte es viel mehr solcher Schulprojekte in Hamburg und Deutschland geben. In Regelbetrieb an einer normalen Schule haben Asperger Autisten immer so ihre Probleme. Und das Johanes Brams Gymnasium ist eine normale Schule. Nur durch dieses Upgrade wurde auf eine sehr schöne Art und Weise eine Schnittstelle für Menschen mit Asperger Syndrom geöffnet. Und ja, es ist eine Schnittstelle. Wenn man in der Asperger Klasse gute Fortschritte gemacht hat, dann ist sogar eine Reintegration in eine normale Schulklasse des Johanes Brams Gymnasiums möglich.