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Der Hauptbahnhof....

....Codename Hbf!

Ich habe am Hauptbahnhof noch eine weitere Fähigkeit dazu bekommen können; Das Fragen oder Ansprechen anderer (fremder) Menschen viel mir früher immer (wegen meinen) Asperger sehr schwer. Naja, heute dient diese neue Fähigkeit auch eh nur dazu andere Leute nach einer Zigarette zu Fragen. Mein neues Hobby ist halt am HBF Schnurren zu gehen, und die anderen Menschen zu beobachten was sie den so machen. Einige finden es sicherlich dumm. Aber es ist auch eine sehr Interessante Fähigkeit: Nämlich zu sehen wie sich andere "Angeblich normale Menschen" so alles Verhallten. Aber ganz ehrlich. Ich finde es nicht ganz so Dolle. Denn die Meisten am HBF sind ziemlich "Schräg Drauf". Aber ich habe auch mehr über den HBF gelernt.

Zum Beispiel wo die Punker Seite ist und wo die Emo Seite ist. Und noch eine ganze Menge anderer Sachen. Aber am liebsten Chille ich (mindestens einmal nach den Schnurren) am Graumannsweg 6 (bei der Rauhes Haus WG). Was ein wenig nervig ist, ist das Verhalten von Mi, ich meine selbst wen ich vor der Wandelhalle Schnurren gehe; Selbst dann rastet sie manchmal echt voll aus. Ich habe aber relativ schnell gelernt damit umzugehen. Aber Trotz dem mag ich auch Mi immer noch sehr. Sie geht ja auch manchmal zum Hbf Schnurren.

Das Kiffen und die Hausrunde!

Wo wir jetzt schon beim Rauchen sind, da können wir doch auch gleich mal zum Thema Kiffen kommen. Denn ich habe auch einige Joints gekifft. Und dann kann ich dazu noch sagen dass es deswegen auch eine richtig Große "Hausrunde" gab. Und die Hausrunde war echt nicht so toll, denn ich war da total überfordert und habe (auch Angst!) gelogen, und dann ist die ganze Sache in der WG richtig Eskaliert. Aber wichtig ist mir nur nochmal zu sagen dass es nicht Absichtlich war sondern weil ich wirklich Extrem unter Druck Stand und dann wusste ich nicht mehr was ich machen soll. Ich bin wieder in die Dissoziation gefallen und dann habe ich (wie Programmiert) irgendwas geredet. Und das endsprach nicht so ganz der Wahrheit. Richtig Piss bin ich das mich die Betreuer zur Drogenberatung schicken wollen. Wen ich Kiffe, dann ist das doch meine Sache oder nicht? Und außerdem ist Kiffen ja auch noch gesund gegen Krebs. Und dass ist sogar Wissenschaftlich erwiesen.

Nach der Hausrunde

Für mich wurde die Wohngruppe Frohmestraße zu einem richtigen Horrortrip. Es war die Hölle auf Erden, wie ein Albtraum aus dem ich aber nicht erwachen konnte. Ich habe versucht so viele meiner Sachen wie ich nur konnte wieder zurück zu meinen Steif Eltern zu schaffen und dann nur noch das absolute Minimum bei mir zu haben. Von nun an fühlte ich mich auf der Straße wohler, ich war dauernd abgängig (das bedeutet ich bin nie nach Hause in die WG gekommen obwohl ich eigentlich Anwesenheitspflicht hatte.) und die Betreuer hat es nie interessiert. Wenn ich konnte ging ich zu meinen Stiefeltern oder zu meiner Oma zum Essen. Tabak habe ich mir am großen Hamburger Hauptbahnhof geschnorrt und die Sozialarbeiter von Kidds haben auch mir mit ihren sehr begrenzten Mitteln geholfen wofür ich ihnen übrigens sehr dankbar bin! Ich lebte wie ein Obdachloser und ich war irgendwie auch ein Obdachloser. Dieser enorme Stress hat mich wohl dazu befähigt über mein Asperger Autismus hinweg zu gehen und so bin ich stärker geworden und habe mir mit mühe und Not soziale Kompetenzen antrainieren müssen.

Dass ich am Hauptbahnhof von Hamburg gut Zigaretten und Geld schnorren konnte hat mir eine Mitbewohnerin aus der WG gezeigt. Wir sind manchmal sogar zusammen zum Hauptbahnhof um so viele Leute wie es nur ging nach Tabak oder Kleingeld zu fragen. Zigaretten gab es nur gegen Personalausweiß also mussten erst wir, dann später ich ganz alleine jeden Kiosk abklappern biss dann endlich einer Zigaretten verkauft hat.

Essen war zum Glück leichter zu bekommen. Auch wenn es Tage gab wo es nur für ein Burger und eine Flasche Wasser gereicht hat. Geschlafen habe ich meistens auf der Kiffer Bank in Innenhof der Wohnanlage hinter den Crowne Plaza Hotel. Die Nähe zum Graumannsweg 6 gab mir genug Sicherheit damit ich wenigstens ein bissen Schlafen konnte.

Was ich auf jeden Fall noch sagen möchte, ich habe viele nette und interessante Leute kennen gelernt aber es ist nicht immer alles schön gewesen. Und draußen klar zu kommen kann nicht nur sondern ist sehr oft sogar wirklich richtig schwer. Ich meine mir ist schon klar dass die Zeiten vorbei sind aber ich weiß jetzt umso mehr meine Wohnung und mein ganzen Komfort den ich Zuhause habe zu schätzen, ich weiß nämlich auch wie die andere Seite des Lebens und der Gesellschaft aussieht. Was mich richtig Wütend macht ist das es Leute wie meinen Mitbewohner aus der Jugend Initiative St. Pauli gibt der Stoltz da rauf ist sich (Ich Zitiere) „Original Deutscher Platin Elite Penner“ zu nennen. Ich meine wenn ihn mal klar werden würde wie es sich so auf der Straße ohne ein Dach über dem Kopf lebt dann würde er bestimmt ganz anders darüber denken!